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Schon wieder….Weihnachten!

Völlig überraschend-wie fast in jedem Jahr-bricht dieses berüchtigte Weihnachten über uns herein. Da kann man nichts machen. Augen zu und durch. Das ist meine Meinung zu diesem Thema.
Andererseits… da gibt es eine Menge Leute, die das völlig anders sehen.
Auch gut. Denen wünsche ich hiermit frohe, fröhliche, gesegnete oder sonstige Feiertage. Jeder/Jedem das, was sie/er gerne hätte.

Bikerhotel II (Kapitel 1)


„Leder oder Textil ?“, wollte die Verkäuferin wissen und sah uns
kurz und abschätzend von oben bis unten an. Nicht wirklich neu-
gierig oder gar interessiert, einfach nur abschätzend. Sie lächelte
dann auch verkäuferinnenmäßig- leicht verspätet zwar- aber
immerhin. Ich starrte einige Sekunden unbeherrscht auf ihre wirk-
lich gut sitzende Lederjeans. Sie lächelte trotzdem weiter, fast so,
als würde sie sich geschmeichelt fühlen.
„Tja …?“, murmelte ich nachdenklich und auch ein wenig unsicher,
„ eigentlich finde ich Leder ja besser…obwohl?“
„Die modernen Leder sind mit den älteren kaum noch zu ver-
gleichen, da hat es einige Neuerungen gegeben in den letzten…“
„Zwanzig Jahren?“, half ich ihr. Sie hatte nämlich ihren Blick länger
auf Charlys Lederjacke gerichtet.
„Na und…?!“, grunzte der, „ nur die Taschen sind ein bisschen…“
„So alt sieht deine Jacke aber nicht aus“, lächelte sie tapfer weiter.
Man wird fast überall geduzt, in diesen Moppedklamottenläden.
Nicht immer und überall … aber von den guten Verkäufern schon.
„Immer fleißig mit Lederfett behandelt“, konterte Charly stolz. Sein
Prachtstück hatte tatsächlich schon über zwanzig Jahre auf dem
Buckel.
„Die gute alte Highwayjacke aus dem Sortiment vom toten Hein
Gerippe. Aus dem früheren Sortiment, aus der guten alten Zeit,
damals, als man noch richtige Kühe verarbeitet hat. Kugelsicher
und wasserdicht, so wie es eigentlich sein soll, so eine Jacke ist
das noch. So mag er es nämlich, der Kollege hier “, erklärte ich der
nun doch etwas verblüfft dreinblickenden Verkäuferin.
„Welches Motorrad?“, fragte sie und sah uns nachdenklich an.
„‘ne GS…was sonst?“, verkündete Charly, nicht direkt stolz aber
überzeugt. Sie nickte gelassen, als ob sie es geahnt hätte.
„Die fahren fast alle mit Textilsachen, mit den qualitativ höher-
wertigen Textilsachen …natürlich. Da haben wir einige sehr ge-
fragte und gängige Modelle hier. Ich zeige euch mal was. Kommt
mal mit, da hinten haben wir zum Beispiel…“
„Habt ihr auch Leder? Ich meine richtiges ordentliches Leder. Nicht
dieses Fensterleder mit diesem Nanodreck. Ich meine … richtiges,
ordentliches, vernünftiges Leder. So wie die olle Highwayjacke
hier. Nur eben in modern. Jetzt nicht zu modern, aber ungefähr so
wie die hier…?“
Die Verkäuferin blickte Charly nachsichtig an, so nachsichtig wie
eine Krankenschwester einen Dementen ansieht, wenn der zum
fünften Mal innerhalb von zwei Minuten nach der Uhrzeit fragt.
„Die Verarbeitung ist mittlerweile deutlich verbessert worden.
Heute macht man das nicht mehr. Die Anforderungen an den
Tragekomfort und die Fortschritte im Bereich der Klima…“
„Klima brauch‘ ich nicht. Reißverschluss auf, dann hat man genug
Klima. Reißverschluss zu, und die Hütte ist wasserdicht. Nicht
ganz, aber fast. Wenn’s richtig kübelt, kommt die Plastikjacke
drüber … und fertig. Kein Klimatex, kein Nanoscheiß … braucht
kein Mensch, diesen Kunststoffmembranquatsch. In der Jacke hier
kann ich hundert Meter über die Autobahn schmirgeln. Die kann
das ab, da hat sich dieser Textilkram schon drei Zentimeter tief in
die Haut reingebrannt.“ Charly ließ sich nicht beirren. Die Ver-
käuferin sah mich etwas ratlos an.
„Alte Schule…der ist weitestgehend beratungsresistent. Habt ihr
vielleicht irgendwas aus Dinosaurierleder? Das würde ihm wahr-
scheinlich gefallen“, behauptete ich. Charly schnaubte empört.
Die Verkäuferin blickte Hilfe suchend umher. Der einzige an-
wesende Verkäuferkollege hatte sich aber scheinbar schnell ver-
steckt. Wir waren die einzigen Kunden in dem Laden. Was nun
natürlich zwangsläufig zur Folge hatte, dass sich die arme Ver-
käuferin weiter mit uns beschäftigen musste.
„Leder haben wir hier“, erklärte sie erleichtert und deutete auf eine
lange Reihe von Lederjacken. Charly befummelte bereits mit auf-
gesetzter Kennermiene das Angebot.
„Das ist doch alles Chinakrempel“, nörgelte er, „Booahh …guck
mal hier, damit kannste höchstens in ‘ner Schwulenkneipe auf-
laufen. Wer zieht den so ‘nen Tuntenkram an?“, wollte er von mir
wissen. Die Verkäuferin lächelte kaum noch. Sie versuchte es
zwar, es gelang ihr aber nicht mehr richtig.
„Einige von diesen Jacken werden auch bei anderen Gelegen-
heiten getragen, das ist mittlerweile keine reine Funktions-
bekleidung mehr“, versuchte sie mutig, Charlys kritische Be-
urteilung zu relativieren.
„Andere Gelegenheiten. Bei welcher Gelegenheit zieht man sich
denn so ‘ne Kasperlejacke an, außer vielleicht beim CSD…?“,
wunderte sich Charly und hielt eine mehrfarbige Fransenlederjacke
hoch. Er sah die Verkäuferin fragend an.
„Christopher Street Day…!“, übersetzte ich. Sie schüttelte ver-
zweifelt den Kopf und blickte suchend im Laden umher. Ihr Kollege
hielt sich aber weiterhin versteckt.
„Hier … die geht! Gibt’s die auch für Männer? Das ist doch ‘ne
Kindergröße. Die in groß, das wär‘ vielleicht was…?“
Charly schien fündig geworden zu sein. Erleichtert eilte die Ver-
käuferin mit seiner Beute davon, angeblich um im Lager auf die
Suche zu gehen. Ich schaute mich ein wenig in dem Laden um.
Eigentlich brauchte ich keine neuen Klamotten. Meine waren zwar
schon etwas älter, erfüllten aber immer noch ihren Zweck.
Mein zugegebenermaßen etwas abgeranzter und speckiger
Lederanzug war im Laufe der Jahre scheinbar etwas enger ge-
worden. Das lag aber nun nicht unbedingt am Material. Als Alter-
native hatte ich auch noch einen Textilanzug im Schrank. Der war
zwar auch nicht mehr sehr ansehnlich, passte dafür aber.
Zu meinem großen Erstaunen konnte ich beobachten, dass sich
Charly nun doch in der Ecke mit den Textilklamotten herumtrieb.
„In Schwarz sehen die eigentlich ganz praktisch aus, die haben
sogar Leder an den Schultern“, rief er durch den Laden.
„Das ist Wasserbüffelleder…das ist so ähnlich wie Auerochse. Das
müsste dir eigentlich gefallen. So ein blödes, altes Urviech“, log
ich, „da braucht man Stahlmantelgeschosse … wenn man die um-
nieten will. Das ist fast so widerstandsfähig wie Mammut.“
Charly hatte sich die Jacke übergezogen und betrachtete sich in
einem der großen Spiegel. Er sah darin aus wie der Heizer auf
einer alten Dampflok.
„Steht dir ausgezeichnet. Das ist hochmodernes Material im Retro-
look. Abriebfest, wasserdicht und …äh…absolut tourentauglich.
Vom Nordkap bis in die Sahara. Passt sich der jeweiligen Um-
gebungstemperatur an. Der Testsieger beim letzten großen Test in
der Tourenteufel-Zeitung. Im Moment ist die Jacke herunter-
gesetzt. Fünfundzwanzig Prozent…! Jubiläumsaktion…!“, ver-
suchte die wieder aufgetauchte Verkäuferin den zögerlichen Charly
zu begeistern. Der drehte sich inzwischen – wie ein Schulmädchen
im Kommunionskleid – vor dem Spiegel hin und her. Ich fand, dass
er immer noch aussah wie ein Heizer auf einer Dampflok.
„Die sind doch alle gekauft, diese Schmierfinken von den Motor-
radzeitungen. Testsieger … so eine Verarschung “, behauptete
Charly und drehte sich weiter wie eine betrunkene Balletttänzerin
vor dem Spiegel hin und her.
„Ist das wirklich so gut wie Mammutleder?“, wollte er dann von der
überraschten Verkäuferin wissen.
„Naja, die modernen Materialien, die sind von Speziallabors ge-
testet worden, was man meines Wissens nach von Mammutleder
nicht unbedingt behaupten kann“, wich die Verkäuferin geschickt
aus.
Charly hatte sich offenbar verliebt. Nicht in die Verkäuferin, bloß in
diese hässliche, schwarze Tourenteufel-Jacke. So schnell kann’s
gehen. Eben noch der Textilhasser … und fünf Minuten später will
er den Plastikfetzen nicht wieder ausziehen.
Das lag möglicherweise aber auch an den fünfundzwanzig Prozent
Nachlass. Auch wenn die vorher vielleicht “draufkalkuliert“ waren.
Aber wenn man sparen kann, will man das gar nicht so genau
wissen. So funktioniert das eben, dieses Ding mit der Verkaufs-
psychologie. Ein Appell an das alte Jäger-und Sammlergehirn.
Darauf wären wahrscheinlich sogar die Neandertaler herein-
gefallen. Bei Charly hat es jedenfalls funktioniert.
Charly hatte eine neue Jacke …und die Verkäuferin war uns los.
Schwer zu sagen, wer sich mehr gefreut hat.
Wir machten uns davon. Es gab noch ein paar Kleinigkeiten zu
regeln. Morgen geht’s dann los…eine Woche ins Bikerhotel.
Mal wieder…!

Was war noch zu regeln? Bei mir war eigentlich alles klar. Genauer
gesagt: Bei uns war eigentlich alles klar. Wir, das waren die Gelbe
und ich. Die Gelbe ist mein Motorrad. Vielleicht klingt es albern,
aber ich nenne mein Motorrad eben so. Nicht in der Öffentlichkeit,
mehr im Vertrauen. Man sagt ja auch nicht Pferd zu seinem Pferd
… oder Hund zum Hund. Denen gibt man schließlich auch Namen.
Jedem Haustier, wie blöd auch immer es sein mag, gibt man einen
Namen. Rolf hatte mal einen Koi-Karpfen. Das Vieh war größer als
sein Kater. Was dem Kater offenbar Respekt einflößte. Alle
anderen Fische hatte der sich bereits geangelt. So ähnlich wie ein
Grizzly die Lachse in Alaska. Rolf hat nämlich einen Gartenteich.
Jetzt keinen sonderlich großen Gartenteich, aber immerhin …
Platz für einen Koi-Karpfen hat er schon. Dem Koi-Karpfen hatte er
auch einen Namen gegeben. Dem Kater sowieso.
Er hieß … Moby Dick. Also der Koi, nicht der Kater. Eines schönen
Tages, es war eigentlich schon Abend, kam dann der Reiher. Der
feige Kater gab Fersengeld, Moby Dick war aber wohl zu langsam,
oder der Teich war zu klein … oder was weiß ich. Der Reiher hat
den armen Moby Dick jedenfalls massakriert. Wegschleppen
konnte er ihn allerdings nicht. Wahrscheinlich hatte er nicht mit
solch einem Kaliber in diesem Gewässer gerechnet. Das war dann
zunächst einmal das Ende von Rolfs geplanter Koizucht. Rolf hat
dann sogar noch dem Reiher einen Namen gegeben … den
möchte ich hier aber nicht wiedergeben.
In Gegenwart und unter der ehrlichen Anteilnahme seiner Frau,
aber auch und nicht zuletzt zum Leidwesen seines Katers, hat Rolf
dann den Koi beerdigt.
Darüber kann man nun denken wie man will, wenn man aber dann
erfährt, wie viel Kohle man für ein katergroßen, reinrassigen Koi-
Karpfen auf den Tisch legen muss … Warum erzähl ich das alles?
Was hat diese Koi-Katastrophe nun mit dem Bikerhotel zu tun?
Nun, man kann jeden Euro eben nur einmal ausgeben. Entweder
man kauft sich Motorradklamotten … oder neue Reifen … oder
eben junge Koi-Karpfen. Dazu natürlich noch Maschendrahtzaun,
Stacheldraht und ein stabiles Netz … gegen Kater und Reiher. Da
muss man irgendwo Prioritäten setzen. Das hatte er dann ja auch
getan. Ich wäre mit den Reifen jedenfalls nicht mehr losgefahren.
Auch nicht mit der Hose. Aber dafür hat er jetzt drei, zwar deutlich
kleinere aber dafür quicklebendige, neue Koi-Karpfen in seinem
Teich. Der sieht zwar inzwischen aus wie der Hochsicherheitstrakt
in Guantanamo … aber was soll’s, ist ja sein Gartenteich.
Charly fuhr schon mal los, er hatte es eilig. Wir waren nur deshalb
gemeinsam hierher gefahren, weil er sich in dieser Ecke nicht be-
sonders gut auskannte. Der Laden war ziemlich neu.
Ich musste dann nur noch Rolf anrufen, nur um die letzten Unklar-
heiten zu beseitigen. Der wird dann noch Theo informieren, dann
hätten wir’s. Charly hatte ich bereits geimpft. Er wird seinerseits
dann Dietmar impfen und damit wären dann alle auf dem neuesten
Stand.
„Wir treffen uns dann um acht Uhr an der Tanke. Ich komme
vielleicht ein paar Minuten später.“
„Das brauchst du mir nicht zu sagen, du kommst doch immer …“
„Letztes Mal war ich pünktlich!“
„Wann? Du warst noch nie pünktlich.“
„Stimmt nicht. Letztes Mal war ich der Erste.“
„Aber nur, weil du die falsche Uhrzeit …“
„Ist doch egal. Ich war jedenfalls vor allen anderen da…“
Wir stritten uns noch ein wenig herum. Über Pünktlichkeit, ab-
gefahrene Reifen, die eingebildete oder unbedingte Notwendigkeit
regelmäßiger Inspektionen. Wir stritten natürlich nicht wirklich, wir
haben uns noch nie wirklich gestritten. Ich kann mich mit Rolf
überhaupt nicht richtig streiten. Wir tolerieren uns gegenseitig bis
zum Exzess. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir unabhängig
voneinander auf die absurdesten Ideen kommen. Wenn einer von
uns beiden mal wieder einen echten Bock geschossen hat, nickt
der andere nur verständnisvoll. Das baut zumindest auf …

Kreative Pause

Vielleicht ist ja dem Einen oder der Anderen bereits aufgefallen: Im Moment ist mir ein wenig die Motivation abhandengekommen.
Das liegt auch ein wenig daran, dass ich mir immer die Buchstapel in den Eingangsbereichen der großen Buchhandlungen genau ansehe.
Man muss ja immer den Geschmack des Publikums erkunden.
Ich muss allerdings zugeben: Es ist mir noch nicht so richtig gelungen.
Ich weiß einfach nicht, was die Leute wollen -oder wollen sollen- um es auf den Punkt zu bringen.
Wenn ich das wüsste, würde ich in der entsprechenden Richtung weitermachen. Bis dahin … verharre ich zunächst in einer Schreibstarre. Prinzipiell bin ich ja ziemlich flexibel.
Was mir im Moment aber fehlt…ist eine ordentliche Portion Motivation.
Da kann man nichts machen. Wird schon wieder.
Ach ja …was vielleicht auch nicht ganz ohne Auswirkungen bleibt:
Mein (richtiger) Beruf stresst mich im Moment ungemein … denn auch der schreibwütigste Kuhjote braucht einen Brotjob.

Alle Jahre wieder: der Mai ist gekommen

Und wie jedes Jahr um diese Zeit klingelt das Telefon wie verrückt. Zahllose Frauen rufen an, wahrscheinlich die Hormone … oder was weiß ich. Natürlich wie immer, auch der Sachbearbeiter der Sparkasse, das Finanzamt, Hollywood … das übliche eben. Aber, es melden sich auch Leute, die sich sonst ziemlich rar machen. Die Jungs von der Maitour! Sie leben noch! In der Tat, sie leben noch. Was aber viel schlimmer ist: Sie lesen auch. Auch wenn ich raffiniert und geschickt ihre Namen ausgetauscht habe, sie haben sich wiedererkannt.
Zumindest hegen sie da gewisse Vermutungen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Motorrad-Foren gibt es viele…

…und nun gibt es noch ein Forum mehr.
Unter forum.macdubh.de kann man das finden. Es ist praktisch ganz neu, und bisher noch nicht von den üblichen Stammtischlern und Dauercampern geprägt worden. Offen für alle Marken und Typen. Sowohl was die Technik, als auch was die Psyche angeht.
Den selbstlosen Betreiber kenne ich persönlich. Ein Typ, mit dem man gerne unterwegs ist. Wenn man denn ein Freund der zügigeren Gangart sein sollte.
Ich gehe mal davon aus, dass sich dort ein lockerer und unkonventioneller Umgangston einbürgern wird. Ich werde mich jedenfalls bemühen, meinen Beitrag zu leisten. Tja, was dann nur noch fehlt … sind Mitglieder. MitgliederInnen sind selbstredend auch willkommen. Also dann…hinrennen, anmelden, mitmachen. Auf der Homepage des Betreibers kann man auch noch einige interessante Links und Beiträge finden. Im Gegensatz zu mir, ist das nämlich auch noch ein ausgemachter Fotofreund und ein wahrer Experte für allen möglichen Internetkram.
Ich kann das nicht … aber ich finde es gut.

Ansichtssache

Die Anfahrt bei Wunderlich ist gelaufen. Es war eine wirklich gut besuchte Veranstaltung. Waren es Hunderte? Waren es Tausende? Ich habe sie nicht gezählt. Die Wahrheit wird wohl; wie man ja immer behauptet, irgendwo dazwischen liegen.
Die Wahrheit liegt also irgendwo dazwischen?
Das habe ich noch nie geglaubt. Jeder hat seine eigene Wahrheit. Aber keine Angst, das wird kein philosophischer Laienvortrag. Es geht mir lediglich darum, einen halbwegs geistvollen Übergang zu konstruieren.
Was soll nun der Quatsch mit der Wahrheit?
Ganz einfach, ich hatte die Möglichkeit mit einigen Leuten über meine Texte zu sprechen. So gesehen, war das Feedback äußerst positiv. Alle, die „Eine Woche im Bikerhotel“ gelesen hatten, fanden es gut.
Die meisten Besucher waren allerdings nicht sonderlich an Büchern interessiert. Wen wundert’s.
Was kann man nun daraus lernen? Nichts…!
Diejenigen, die sich für Bücher interessieren, haben alle einen ganz persönlichen Geschmack. Da helfen auch keine Rezensionen. Letztlich liegt die Deutungshoheit immer beim jeweiligen Leser
Man muss sich auf eine Lektüre einlassen, versuchen im Strom des Textes mitzuschwimmen, und dabei dann ganz alleine und subjektiv eine Entscheidung treffen. So habe ich es jedenfalls immer gehalten. Zwangsläufig wird man bei einer solchen Vorgehensweise … eine Menge Frösche küssen müssen.
Man kann sich aber auch an der aktuellen Spiegelbestsellerliste orientieren. Da werden eine Menge Frösche mit einer Schokoladenglasur überzogen.
Guten Appetit…!
Ach ja … hätte ich fast vergessen. Ich habe mich dann doch noch einem vermutlichen Frosch mit spitzem Mund und halb geschlossenen Augen ge-nähert. Dem Motorradkrimi „Tödliche Schräglage“ von Frank Marx vom Highlights-Verlag.
Was soll ich sagen? Wirklich nicht schlecht. Bisher hatte ich für klassische Krimis nicht viel übrig. Aber der Junge hat es wirklich drauf. Eine andere Baustelle zwar, aber trotzdem … für Motorradfahrer echt lesenswert. Was allerdings den klassischen Krimifan ohne jegliche Affinität zu Motorrädern angeht? Keine Ahnung? Denn wie bereits erwähnt … nicht meine Baustelle.
Das soll nun auch keine Rezension sein, sondern nur meinen ganz persönlichen Eindruck wiedergeben. Ich habe auch schon andere Produkte dieses Verlages angelesen. Nun ja, alles Geschmacksache.
Aber dieses Buch…? Respekt, Frank Marx!
Ich schreibe das auch nur deshalb, weil ich mit dem Gedanken spiele, in Zukunft auch mal eventuell so etwas ähnliches wie einen Krimi zu verfassen.
In einem völlig anderen Stil natürlich … aber das liegt mit Sicherheit daran, dass ich es einfach nicht anders kann. Warum ich dann trotzdem so etwas ähnliches wie einen Krimi schreiben will?
Nun,einfach so, weil ich es ausprobieren möchte.

Noch etwas, die Maitour wird natürlich noch ganz gelassen und in aller Ruhe zu einem vorläufigen Abschluss gebracht. Bisher habe ich die einzelnen Episoden immer zuerst in einem Motorradforum gepostet. In dieser Kneipe hat sich aber die Bedienung und vor allen Dingen der Stammtisch … in eine Richtung entwickelt, die ich nicht mehr gemütlich finde. Die Musik und die Speisekarte hingegen, sind bis auf wenige Ausnahmen eigentlich ganz in Ordnung. Schade eigentlich, aber wenn man sich irgendwo plötzlich unwohl fühlt, geht man besser nicht mehr hin.

Anfahrt bei Wunderlich 24./25.April 2010

Wie ich gerade festgestellt habe, bin ich am Sonntag, den 25. April bei Wunderlich in Sinzig. Da bin ich eigentlich ganz gerne. Nette Leute, interessante Motorräder und jede Menge Zubehör für BMWs. Die Jungs von Wunderlich waren/sind so nett und vertreiben auch mein derzeit einziges gedrucktes Buch. Das finde ich gut. Also, das Buch natürlich auch, aber dass sie es vertreiben … meine ich. Als Einzelkämpfer auf dem Buchmarkt hat man es nämlich nicht leicht. Ohne eine derartige Unterstützung erst recht nicht. Ich muss keinerlei Werbung machen und fahre auch nicht mit Wunderlich-Aufklebern durch die Gegend. Die Firma kennt ohnehin jeder BMW-Fahrer. Vielleicht ist es auch besser, wenn ich keine Werbung für die mache. Das könnte eher kontraproduktiv wirken. Vielleicht konnte ich hiermit wenigstens ein bisschen….Ach ja, signiert werden natürlich auch mitgebrachte Bücher. Es muss also niemand eins kaufen. Kann man aber auch, wenn man denn unbedingt möchte.


Wunderlich:
Programm / Wettbewerbe / Aussteller

Samstag, 24 April 2010 von 10-18 Uhr

  • Anfahrt Warm-Up mit Sonderverkäufen in unserem Shop, wir gewähren 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment!
    ( Achtung kein Programm / keine sonstigen Austeller )
  • Abends großes Lagerfeuer, Zeltmöglichkeiten vorhanden
    (wir bitten um Anmeldung vorab klick)

Sonntag, 25 April 2010 von 10-18 Uhr

  • Shop:
    • Sonderverkäufe mit 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment und Aktionen
  • Events

Kuhjote auf der Motorradmesse Dortmund 2010

am Samstag den 6.März von 13.00Uhr-15.00Uhr

und in Abhängigkeit vom zu erwartenden Ansturm der zahllosen Fans (Scherz)…
vielleicht dann auch noch am Sonntag
zur gleichen Zeit … gibt es echte
handgeschriebene Autogramme (kein Scherz).
Wer kein eigenes Buch mitbringt, kann dort auch eines erwerben (auch kein Scherz).
Das nennt man Marketing. Darin bin ich ziemlich schlecht. Deshalb verkünde ich
diese Aktion auch erst zu diesem wirklich dämlichen Zeitpunkt. Aber besser spät
als gar nicht. Das Ganze hat sich heute erst ergeben. Daran kann man erkennen, wie
wie viel Engagement ich mein bisher einziges gedrucktes Machwerk in den Markt
drücke. Verleger … ist eben nicht mein Ding.

„Eine Woche im Bikerhotel“ nun auch bei Amazon

Durch Zufall habe ich entdeckt, dass Amazon plötzlich und aus unerklärlichen Gründen nun auch das Bikerhotel gelistet hat. Die knabbern zwar ordentlich Prozente ab, sind aber immer noch deutlich weniger gierig als der normale Buchhandel. Also, aus der Not eine Tugend gemacht, und mitgespielt. Ich will nun nicht unbedingt potenzielle Käufer zu den Amazonen schicken … aber vielleicht gibt es ja einige Zeitgenossen, die dort lieber einkaufen. Der positive Nebeneffekt ist dann natürlich eine gewisse Verbreiterung des Kundenkreises. Um die Herstellung des nächsten Buches zu ermöglichen, muss ich nämlich noch ein paar Exemplare an den Mann/die Frau bringen.
In dem Moment, in dem die roten Zahlen schwarz werden … wird sofort das nächste Projekt realisiert. Arbeitstitel „Maitour“.
Die großen Zubehörketten blocken … aber sollen sie doch. Wie schon Winston Churchill sagte: Very well … alone! “Da brauche ich wenigstens keine Rücksicht zu nehmen, auf eventuelle Befindlichkeiten.
Independent … frei, arm und unbeugsam.
Das wäre doch gelacht.

DER KUHJOTE-BUCHSHOP HAT NUN EINE ERSTE FILIALE

Nein…nur Spaß. Aber trotzdem wahr.

Wie schon einige potentielle Buchbesteller feststellen durften … der hauseigene Buchshop klemmt gelegentlich etwas. Das liegt an der Software … es liegt eben immer an der Software. Oder meistens. In diesem Fall stimmt es sogar. Aber Abhilfe ist in Arbeit. Er funktioniert zwar, aber eben nur mit zusätzlicher Handarbeit. Die Bestellungen kommen auch alle an …aber die Bestätigungsmails müssen eben manuell und mit Verzögerung verschickt werden. Aber alles kein Problem … langsam kommt man auch ans Ziel. In Kürze wird das Ding ausgetauscht, dann läuft alles wieder optimal.

Zurück zur ersten Filiale.

Die in Bikerkreisen durchaus bekannte und beliebte Firma WUNDERLICH war so mutig und hat das „Bikerhotel“ in ihr Lieferprogramm aufgenommen. Das ist schön, weil die ein wirklich tadellos funktionierendes Shopsystem haben. Die haben auch andere wirklich tadellos funktionierende Sachen, aber das muss dann jeder selbst herausfinden. Eine BMW sollte man allerdings schon besitzen … das wäre sinnvoll. Ob man das Wunderlich-Zubehör auch an andere Motorräder schrauben kann …weiß ich nicht. Aber man kann es ja mal versuchen. Vielleicht passt es ja.

Ich freue mich jedenfalls … mein Buchcover auf deren Homepage zu sehen.***