Jaahaa, er lebt noch…

Inzwischen fallen mir keine Ausreden oder Erklärungen mehr ein. Daran kann nun selbst der ungeübte Leser erkennen, dass es sich wohl um ein größeres Problem handeln muss. Ganz so schlimm ist es zwar nicht, aber immerhin … es nervt. Was könnte ich nun noch als Erklärung anbieten?
Tja, eine Schaffenskrise ist es eigentlich nicht. Rohmaterial habe ich in Hülle und Fülle. Novellen (oder besser: Fragmente davon), Kurzgeschichten (wenn auch nur in der Rohfassung), allerdings alles etwas „postmoderner“ als bisher gewohnt. Abstrakter, mehr in Richtung … weiß ich jetzt auch nicht so genau. Jedenfalls keine Stilkopien von wem auch immer. Das Hauptproblem: Der Bezug zum Motorrad ist ein wenig in den Hintergrund getreten, um nicht zu sagen: der ist eher verschwunden. Nicht so ganz, aber doch weitestgehend. Das wollte ich eigentlich niemandem hier antun.
Vielleicht traue ich mich auch einfach nicht. Mir fehlt da ein wenig die exhibitionistische Ader, nicht völlig … aber ein bisschen. Ich arbeite aber an mir.

6 Kommentare zu „Jaahaa, er lebt noch…“

  • silent grey:

    Nun – was kann Dir ein Fan da raten ?
    Welches Verhältnis hast Du denn aktuell noch zum Motorrad ? Fährst Du noch, oder steht Deine GS nur noch herum ? Bei den Rheinlandbikern bist Du offensichtlich noch Mitglied – sofern die Internetseite noch gültig ist. Sind aus dem Verein tragende Mitglieder ausgetreten, zerbricht die Gruppe oft. Ich hatte vor ca. 20 Jahren auch so einen „Durchhänger“ betr. Motorrad, meinte damit bereits alles erlebt zu haben. Geändert hat sich das erst, als ich meine Art Motorrad zu fahren geändert habe, nicht mehr racing / herbrennen / dich leder ich ab um jeden Preis (oft Thema bei Dir). Seitdem fahre ich Motorrad-Gespann – der Kampf mit dem Ding ist eine ständige Herausforderung . Es ist natürlich nachvollziehbar, dass, wenn keine Motivation mehr da ist Motorrad zu fahren, es unmöglich ist, skurrile Geschichten / Bücher darüber zu schreiben. Schade nur bei Deinem Talent !

    Auch diese Situation hier ist bizarr : ständig endschuldigt sich der Autor bei seinen Lesern dass er keine neuen Stories mehr liefert …

    mfg – silent grey

  • kuhjote:

    Ja ne, es ist ja nicht so, dass ich mir nichts mehr daraus mache. Bei den Rheinlandbikern bin ich auch noch (zwar im Forum weniger aktiv, aber in der „Praxis“ oft dabei). Das Problem mit den Motorradgeschichten ist viel mehr: Was hatten wir denn noch nicht? Vor einigen Monaten habe ich mir endlich mal den einschlägigen Klassiker „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ von Pirsig angetan. Angetan deshalb, weil ich deutlich mehr erwartet hatte. Es gibt dort zwar interessante Stellen, die haben aber alle nichts mit dem Motorrad zu tun. Das genau ist der Punkt. Skurrile und bizarre Situationen und Geschichten sind nicht das Problem, die kann ich problemlos konstruieren, die amtierende „Generation“ der Motorradfahrer wird darin aber kaum einen Bezug zu ihrer eigenen „Realität“ finden können. Genau an dieser Stelle hakt es. Ich könnte es ähnlich machen wie Pirsig und das Motorrad nur als „Vehikel“ benutzen, das in Wirklichkeit aber ganz andere Inhalte transportiert. Das wäre dann aber … ? Es würden untypische Short-Storys werden (kein Anglizismus, „Kurzgeschichten“ haben in Deutschland keine richtige Tradition) … eigentlich ein Grund mehr, weil man dann nach eigenen Regeln vorgehen kann.

  • silent grey:

    Ja, das Buch „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ kenne ich auch, habe aber viele Seiten einfach überblättert.

    So, wie Du die Gründe schilderst nicht mehr weiterschreiben zu können, habe ich die Sache noch nicht gesehen, gebe Dir jedoch Recht. Nur läuft das dann auf ein unlösbares Problem hinaus – wir werden alle älter, entfernen uns damit immer weiter von der „Realität“ der jungen Motorradfahrer. Die Realität Bikerhotel kenne ich bisher nicht, aber Teile der Maitour erlebe ich aktuell auf jeden Motorradtreffen wieder. Skurrile Erlebnisse eines Motorrollerfahrers mit seinem Smartphone – mein Eindruck von der Realität der jüngeren – hast Du bisher wohl noch nicht beschrieben?
    Traurig – Motorradfahren wird zum Rentnerhobby.
    mfg – silent grey

  • gumpf:

    M I C H A E L ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

    Wo bleiben die Kurzgeschichten, Romane, Gedichte e.t.c. Was ist passiert. Arbeit, Arbeit, Arbeit? Kreatives Loch? Heimliches schreiben an einem Meisterwerk? Beziehung und keine Zeit zum schreiben?

    Grüße aus der Ferne
    gumpf

  • kuhjote:

    Arbeit, Arbeit …? Ja, sowieso (zum Glück)!
    Heimliches Schreiben an einem oder mehreren Meisterwerken? Auch, mehr oder weniger. Da ich mir vor einigen Jahren noch ein (berufsbegleitendes) Studium angetan habe und dort schon seit längerer Zeit (schamlose Untertreibung) mit den letzten Arbeiten (empirische Studie und Diplomarbeit) etwas in Verzug geraten bin, muss ich mich jetzt eben darauf konzentrieren. Dröges Zeug, langweilig und sehr formal.
    Da ist zwar auch Kreativität gefragt (speziell was eigene empirische Daten anbelangt), aber eben auf andere Art. So sieht’s zur Zeit nun mal aus. Was soll man machen?

  • gumpf:

    Endspurt….klingt als sei das alles nur eine Frage der Koordination :-p

    Respekt! Berufsbegleitendes Studium! Ganz ehrlich, da wäre ich viel zu faul für! Lernen, büffeln, Diplomarbeit…nenene, zu alt! Also ich. Ich bin dafür zu alt, noch mal was zu studieren. Habe schon das erste Studium nicht abgeschlossen. Wahrscheinlich weil ich eher praktisch, als akademisch veranlagt bin. Wie auch immer. Alles Gute für das Studium und hoffentlich ein baldiger Abschluss des Selbigen. Deine Fans hoffen auf neue Geschichten!

    Also, die Antwort auf Deine Frage: Gib Gas un‘ feddisch werde!!!

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