Maitour (Kapitel 18)

„Ihr seid aber früh?“, wunderte sich Hiltrud und sah mich fragend
an. Ein wenig kam ich mir vor, wie ein ungeduldiges Kind, das den
alten Onkel dabei überrascht wie er sich als Weihnachtsmann ver-
kleidet. Hiltrud und Axel waren damit beschäftigt, den Festsaal um-
zudekorieren. Der Wastl war auch wieder da. Er schleppte dicke
Bohlen durch die Gegend. Ein neugieriger Blick in den Festsaal
zeigte mir den Grund. Sie hatten dort so etwas ähnliches wie eine
Bühne aufgebaut. Einige Kanthölzer lagen auf dem Boden und
darüber eben diese dicken Bohlen. Der Wastl wuchtete gerade
wieder eine dieser Bohlen herum.
„Können wir irgendwie helfen?“, fragte Rolf.
„Habt ihr Ahnung von Elektrik?“, wollte Axel wissen.
„Naja, da kenne ich mich ein bisschen aus“, untertrieb Rolf. Er war
immerhin Elektrotechniker. Rolf kann mit Strom so ziemlich alles
anstellen, was ein Mensch mit Strom eben so anstellen kann.
Dann war da ja auch noch Charly. Der kann so ziemlich alles mit
Strom anstellen, was sonst kein Mensch damit anstellen kann.
So betrachtet, eine etwas gewagte Frage.
„Was liegt denn an?“, wollte Charly dann auch wissen und rieb sich
voller Vorfreude die schwieligen Hände.
„Starkstrom … liegt an“, erklärte Axel und zeigte auf einen geöffne-
ten Verteilerkasten an der Hauswand. Die beiden Stromexperten
nahmen den alten Kasten genauer in Augenschein.
„Tja …?“, meinte Charly und kratzte sich am Kopf. „Hier ist aber
wohl mal der Blitz eingeschlagen. Das sieht ja aus … in der Kiste.
Da werden wir wohl mal …!“


Rolf schüttelte den Kopf.“ Mein lieber Schwan. Wer hat denn hier
gewütet?“ Er wackelte ein wenig an einigen Kabeln herum und
produzierte damit einen sprühenden Funkenregen und eine kleine
Rauchwolke. Axel hüpfte erschrocken aus dem Gefahrenbereich.
Der Wastl warf seine aktuelle Bohle weg und riss die Augen angst-
erfüllt auf.
„Poastbloasoafdieschoane …“, brummte er und blieb in sicherer
Entfernung stehen.
„Ach, kein Problem. Das kriegen wir schon hin. Hol mal den Bol-
zenschneider! Besser … hol mal deinen großen Werkzeugkasten!“,
forderte Rolf Charly auf. Der machte sich auf den Weg.
Da konnte man jetzt beruhigt ein Bier trinken. Die beiden Spezialis-
ten würden sämtlichen Strom aus dem Kasten holen, der dort drin
war. Das war mal sicher. Axel blickte irgendwie skeptisch in die
Runde, aber der war ja auch Landmaschinenmechaniker.

Dietmar überreichte mir netterweise eine Flasche guten bayrischen
Bieres. Da, wie wir ja wussten … Livemusik drohte, würde es
möglicherweise doch noch ein richtig gemütlicher Abend werden.
Duschen war da nie falsch. Man weiß ja nie … und sollte deshalb
auch auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.
Ich ließ mir Zeit. Als ich zurück kam war dann auch die Harleytrup-
pe schon eingetroffen. Hans-Jürgen nervte bereits wieder herum.
„DOB … was ist das denn für ein Name?“
Hiltrud hatte ihm wohl erklärt, mit welcher Liveband wir es zu tun
bekommen würden.
„Damenoberbekleidung!“, kicherte die Zahnarztfrau.
„Wie … Damenoberbekleidung?“ fragte Hans-Jürgen.
„Na … DOB … steht für Damenoberbekleidung, üblicherweise.“
„Na toll, ’ne Tuntentruppe!“, maulte Hans-Jürgen.
Jerome hüpfte ganz aufgeregt hin und her. Ihm schien diese Ver-
mutung keine Kopfschmerzen zu bereiten.
„Dykes on bikes. DOB heißt …Dykes on bikes …“, klärte uns Hilt-
rud auf. Allgemeine Ratlosigkeit zeigte sich auf den Gesichtern.
„Was sind denn … Dykes?“, wollte Hans-Jürgen wissen. Jerome
kicherte und freute sich offensichtlich. Er wusste es.
„Nun, Dykes sind weibliche Gays“, kicherte er.
„Nä..!? Das ist doch wohl nicht wahr … ’ne Lesbenband. Lesben
on bikes. Das gibt’s doch gar nicht.“
Hans-Jürgen glotzte mich fragend an.
„Wahrscheinlich fahren die Harleys“, vermutete ich. Seine Nasen-
flügel bebten leicht.
„Die sind aber nicht alle lesbisch. Nur die Drummerin und die Bas-
sistin. Und die Technikerin. Die aber richtig …!“, verriet uns Axel.
Na ja, das hörte sich doch gar nicht so übel an. Ein Haufen Leder-
lesben und noch ein paar heiße Ledermäuse.
„He … Axel! Gib mir doch mal eben die Kabeltrommeln rüber!“,
brüllte Rolf über den Hof. Sie hatten wohl den Strom gefunden.
Der Abend war gerettet. Eine Liveband ohne Strom … das gab es
zuletzt in Woodstock. Zeitweise wenigstens. Woodstock … barbu
sige, schlammverschmierte Hippiemädchen. Tausende von barbu-
sigen, schlammverschmierten Hippiemädchen. Ich sah mich um.
Vera und die Zahnarztfrau diskutierten über Kochrezepte oder ähn-
lichen Unfug. Tatjana hatte sich ein lockeres Sweatshirt übergezo-
gen. Trotzdem beulte sich das Ding etwas. Allerdings ein wenig
tief, wie ich fand. Die Beulen … meine ich.
Dann blieben eben nur noch Melanie und Barbara übrig … und
vielleicht noch diese dunkelhaarige Brandenburgerin. Mehr hatten
wir hier nicht … was schlammverschmiert und barbusig für Furore
sorgen könnte. Waren eben andere Zeiten … damals in Wood-
stock. Trotzdem, die Hoffnung stirbt zuletzt.
So langsam trudelten auch die anderen Gruppen ein. Die Freude
über die unerwartete Livemusik war groß. Damit hatte niemand
gerechnet. Hiltrud nahm Axel die Bierflasche aus der Hand und
jagte ihn zum improvisierten Grillplatz. „Ich … habe Feuer ge-
macht. Und du … kümmerst dich jetzt um das Fleisch“, keifte sie
ihn an. Axel verzog keine Miene und trottete ergeben zur Feuer-
stelle. Es gab marinierte Fleischklumpen und Würstchen.
Axel grillte … was das Feuer hergab. Der Klassiker … heißes Grill-
gut und kühles Flaschenbier. Wird immer gerne genommen.
Da kann man wirklich nichts falsch machen. Pappteller sind dabei
obligatorisch. Stilecht … sozusagen.
Nur Harleyfahrer nehmen Keramikteller. Rolf allerdings nicht. Der
ist ja auch eigentlich kein richtiger Harleyfahrer. Er hat eben nur
das falsche Moped. Das ist so ähnlich wie mit einer falschen Ehe-
frau. Wenn man sie einmal geheiratet hat, dann kommt man nur
ganz schwer wieder davon los. Man kann sich an fast alles ge-
wöhnen.

„Guck mal!“, stupste mich Dietmar an. Ich guckte mal.
Och, wen hatten wir denn da?
„Kennst du die?“, rief ich zu Klemens herüber und deutete auf die
Hofeinfahrt. Ein Motorrad rollte dort heran. Eine Triumph.
Ja tatsächlich, es war unsere Tiger. Ganz eindeutig. Eine blaue
Tiger. So viele fuhren davon auch nicht herum. Vor allem nicht mit
einer Tigerfellabdeckung auf dem Tank. Da hätte man schon stut-
zig werden müssen. Aber passte ja … wenn Dietmar recht hatte.
Die Tigerbesatzung kletterte von ihrem Raubtier und nahm die He-l
me ab. Ziemlich kurze Haare. Die beiden Gestalten kamen ange-
schlichen. Ach, du meine Güte. Die Fahrerin war ein echtes
Prachtweib. Ein Mordsexemplar.
Ich habe überhaupt nichts gegen große Frauen. Auch wenn die et-
was kräftiger gebaut sind. Wenn alles passt. Proportional … wie
bei dieser Helmut Newton Fotoserie. Riesenfrauen … das hat
was!
Jetzt … rein künstlerisch betrachtet. Klemens versteckte sich sofort
in seinem Zelt. Jedenfalls sah es zunächst so aus. Aber er war
wohl nur so schnell verschwunden, weil er seinen Fotoapparat ho-
len wollte. Die Tigersozia hatte inzwischen Rolfs Elefanten ent-
deckt. Die beiden Amazonen unterhielten sich kurz mit Hiltrud.
Dann gingen sie hinüber um dem Elefanten an den Antennen her-
umzufummeln. Was blieb ihm übrig? Rolf musste wohl oder übel
Farbe bekennen. Gerettet hat ihn dann wohl Melanie. Die beglei-
tete ihren Chauffeur zum gemeinsamen Fahrzeug.
Das Interesse der Tigerinnen verlagerte sich sofort. Die hätten Rolf
wahrscheinlich sonst in einen seiner eigenen Anbaukoffer ge-
stopft.
Aber Melanie … so ganz in gut sitzendem Leder verpackt, war
wohl doch deutlich interessanter. Sie kamen gemeinsam zurück.
Die Sozia war eigentlich ganz nett. Rein optisch.
Sie waren gekommen, weil sie die DOB Mädels gut fanden. In Insi-
derkreisen hatten die sich wohl einen Namen gemacht.
Sie hatten ein wenig suchen müssen um diesen abgelegenen Ort
zu finden. Aber nun hatten sie ihn ja gefunden. Was für ein Glück.
Wir warteten nun gespannt auf die Ankunft der Gruppe.
Aber es war ja noch früh, gerade mal so gegen 18.00 Uhr.
Wir vertrieben uns die Zeit mit Fachsimpelei.
Wobei man das in der Regel fast immer wörtlich nehmen kann.
Mehr Simpelei als Fachgespräche. Natürlich ging es um Motorrä-
der. Der größte Simpel war Jerome. Was Rolf und mich natürlich
weniger überraschte als die anderen Teilnehmer. Nach der an die-
sem Tag absolvierten Tour war Jerome ganz offenkundig zu einem
Experten gereift.
Na gut, er war mit den Harleys unterwegs gewesen. In diesem Um-
feld muss er sich vorgekommen sein wie der berühmte Einäugige
unter den Blinden. Seine spärlichen, auf der Herfahrt frisch erwor-
benen Fahrkünste mussten wohl absolut ausgereicht haben, um in
dieser Gruppe problemlos mitfahren zu können. Das gab ihm wohl
Auftrieb. Udo, der Experte für fast Alles, hatte endlich einen würdi-
gen Gesprächspartner gefunden.
„Diese V-Motoren sind das einzig Wahre. Alles andere kann man
doch vergessen“, verkündete Jerome wichtig und strich sich mit
einer knappen Handbewegung die frisch geföhnten Haare aus
dem Gesicht. Er hatte sich gerade wieder aufgerichtet, nachdem
er wohl seinen einzigartigen V-Motor wichtig und fachmännisch in-
spiziert hatte. Diese fragwürdige Erkenntnis muss ihm wohl Hans-
-Jürgen in den Pausen ins Ohr geflüstert haben. Der alte V-Mann.
Udo plapperte irgendwas von Drehmoment, Hubraumkoeffizient
und Königswellen.
„Der kann doch eine Königswelle nicht von einer Donauwelle un-
terscheiden“, behauptete Rolf dann und klopfte Jerome freundlich
auf die Schulter. Der verzog das Gesicht und wirkte tatsächlich et-
was überfordert.
„Hauptsache die Haare liegen. Frag’ ihn doch mal was über Dauer-
wellen. Da kennt er sich auch gut aus“, frotzelte Dietmar.
Udo blieb aber bei Königswellen. Jerome nickte lernbereit, machte
aber weiterhin einen leicht überforderten Eindruck. Er würdigte
uns keines Blickes mehr. Na gut, dann mussten wir uns eben je-
mand Anderen suchen. Waren ja noch genug Experten anwesend.
Boxermotoren waren dann noch ein Thema. Die Sauerländer hat-
ten Verstärkung bekommen. Macke, der eigentlich Markus hieß,
war als Nachzügler dazu gestoßen. Er hatte einen Boxermotor ein-
gebaut. Das war nun nicht weiter verwunderlich, denn er fuhr eine
ziemlich alte 800er GS.
Deren ebenso alten Boxermotor hatte er gegen einen etwas mo-
derneren ausgetauscht. Nun, kein wirkliches Hightech-Aggregat
aber eben ein wenig moderner. Charly war ganz begeistert. Der
tauscht auch für sein Leben gern, irgendwelche alten Teile gegen
neuere aus. Zuletzt hatte er versucht, in seine alte Moto-Guzzi
einen Subaru-Automotor einzupflanzen. Die Guzzi hat einen Bei-
wagen, deshalb gab es seiner Meinung nach eine reelle Chance.
Vielleicht hätte er den Motor direkt in den Beiwagen einbauen sol-
len. In den Rahmen der alten Guzzi passte er anfänglich trotz aller
Anstrengungen nicht hinein. Das heißt, reingepasst hat er nachher
schon, aber dafür gab es dann keinen Platz mehr für die Sitzbank.
Charly hätte dann als Fahrer im Beiwagen sitzen müssen.
Selbst diese befremdliche Tatsache hat ihn nicht von weiteren Ver-
suchen abgehalten. Letztlich war es dann doch nur ein schnöder
Metallpfosten der weitere Versuche verhinderte. Der stand im
Weg und passte ziemlich genau zwischen Beiwagen und Guzzi.
Die beiden sind nun dauerhaft getrennt. Das Getriebe ist seitdem
ebenfalls dauerhaft von der Guzzi getrennt und ohne Getriebe
macht die ganze Sache ja nun wirklich keinen Sinn mehr.
Aber das Getriebe war ohnehin wohl das größte Problem.

Macke hatte bei seinem Umbau, seinen eigenen Angabe zufolge,
keine Probleme mit dem Getriebe. Er hat ganz einfach Motor und
Getriebe zusammen ausgetauscht. In seiner alten 800er GS
steckt eben nun ein 1000er Boxer mit Originalgetriebe. Es gab
wohl einige kleine Anpassungsprobleme, aber eben nur kleinere
und keinesfalls unlösbare. Sie fährt und sie soll wohl auch nicht
schlecht fahren, behaupteten die Sauerländer unisono.
Macke war mehr der ruhige Typ. Eher unauffällig, fast unschein-
bar. So ein Typ, den man glatt übersieht wenn man einen Raum
betritt. Sein Motorrad fiel allerdings auf. Nicht etwa, weil es beson-
ders aufwändig hergerichtet gewesen wäre. Nein, ganz im Gegen-
teil . Es fiel deshalb auf, weil es so schäbig war. Schäbig im Sinne
von Rat-Bike. Zusammenfassend kann man sagen: Macke fuhr
ein getuntes Rat-Bike. Eine verkommen alte 800er GS mit einem
aufgemotzten 1000er Motor. Andere Kolben, andere Vergaser, an-
dere Nockenwelle … eben alles anders.
„Stößelstangen aus Titan?“, flüsterte Charly leicht zweifelnd.
Alles durfte man diesen Sauerländern auch nicht glauben.
Warum macht man so etwas? Selbst Charly schien darüber zu grü-
beln. Er sah mich jedenfalls leicht fragend an. Ich zuckte mit den
Schultern. „Sauerländer..!“, versuchte ich eine Erklärung zu fin-
den. Eine andere Erklärung fiel Charly aber auch nicht ein.

Ein alter Renault Espace tauchte in der Einfahrt auf. Ein ganz alter
Hund aus der ersten Baureihe. Rostig war er nicht, aber dafür or-
dentlich gespachtelt. Die Dinger haben ja bekanntlich eine Kunst-
stoffkarosserie. Die wenigen Exemplare, die man gelegentlich
noch auf der Straße sieht, sehen oft so aus. Ich habe keine Ah-
nung, wo die alle abgeblieben sind. In den Neunziger Jahren fuh-
ren jede Menge davon herum. Weggerostet können sie ja wohl
nicht sein. Für die damalige Zeit hatten die ein geniales Raumkon-
zept. Ein völlig ebene Bodenfläche. Von vorne bis hinten völlig
eben. Jeder einzelne Sitz konnte komplett herausgenommen wer-
den. Im Prinzip ein VW-Bus mit einer Kunststoffkarosserie. Die
Dinger gingen auch noch richtig gut ab. Ich bin mal mit so einem
vollgeladenen Espace mit über 200 Sachen über die Autobahn ge
fegt. Damals … getrieben von jugendlichem Übermut.
Der trieb mich nun nicht mehr, aber dafür trieb mich nun etwas an-
deres. Die Neugier vielleicht oder einfach nur das Substantiv.
Nicht …? O.k … ist vielleicht ein bisschen … aber ich lasse es
trotzdem mal so stehen.
Hiltrud und Axel stürzten sich förmlich auf den verschmierten Plas-
tikkasten. Dykes … echte lebendige Dykes. So selten sind die ei-
gentlich gar nicht. Aber man kann sie in freier Wildbahn nur sehr
schwer erkennen. Ich erkenne sie nur in Ausnahmefällen. Dann
aber auch nur, wenn sie es darauf anlegen. Also, wenn sie in ex-
tremer Aufmachung unterwegs sind oder T-Shirts mit eindeutigen
Hinweisen tragen. Ich erkenne noch nicht einmal Transvestiten.
Da fehlt mir wahrscheinlich ein Gen. Gut, diese Monstertransvesti-
ten erkenne ich natürlich auch. Wenn die zwei Meter groß sind und
Schuhgröße 50 haben. Dann ja … natürlich. Aber den ganz nor-
malen Durchschnittstransvestiten, also einen geschickt geschmink-
ten und verkleideten, halbwegs frauenähnlichen Transvestiten er-
kenne ich dann auch nur an der Stimme.
Da ist mir vielleicht mal ein Ding passiert! Also, fast. Das kann ich
gar nicht erzählen, da treibt es mir immer noch die Schamesröte
ins Gesicht. Ich hätte es früher merken müssen. Eine derart
schweigsame Frau ist mir jedenfalls vorher noch nie begegnet.
Danach allerdings auch nicht mehr. Das war jedenfalls mal etwas
anderes, wie anders konnte ich ja nicht ahnen. Es war knapp,
ganz knapp. Hölle … war das knapp!
Seitdem ist es mir lieber, wenn sie ordentlich plappern. Da weiß
man wenigstens, was man hat. Es war übrigens in München, nicht
etwa in Köln. Da muss man ja ständig damit rechnen. Aber in
München? Das kann doch niemand ahnen, dass sich die Bayern
im Fasching als Frauen tarnen und dann arglose Rheinländer an-
graben. Aber Schwamm drüber … ist ja noch mal gut gegangen.

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