Maitour (Kapitel 12)

Da stehen dann immer alle herum und erzählen sich gegenseitig
belangloses Zeug. Das hat natürlich den großen Vorteil, dass jeder
mitreden kann. Man kann gemütlich von einer Gruppe zur
nächsten schlendern … und ohne vorher den Inhalt des jeweiligen
Gesprächs zu kennen … dann völlig unbedarft einen eigenen Bei-
trag beisteuern.
Völlig wurstegal … es hört sowieso niemand zu.
Der inoffizielle Weltmeister in dieser Disziplin war nach wie vor
unser Dietmar. Bei dem hat das seit jeher Methode. Dem fällt auch
zu allen Themen sofort ein Witz ein. Stubenrein sind seine Witze
selten. Das macht aber nichts. Wenn es darum geht, gute Laune
zu produzieren … führt kein Weg an Dietmar vorbei. Der würde
sogar vor einer weinenden Trauergemeinde auf dem Friedhof nicht
zurückschrecken.
Nur mit Hans-Jürgen tut er sich immer etwas schwer. Der hat
allerdings auch einen etwas eigenwilligen Humor. Was der zum
Beispiel überhaupt nicht lustig findet, sind sämtliche Be-merkungen,
die irgendwie dazu geeignet sind, seine Person in einem falschen
Licht erscheinen zu lassen.
Und was ein falsches Licht ist, das bestimmt einzig und allein
unser Hans-Jürgen.
Dietmar weiß das natürlich ganz genau. Und deshalb …
„Was geht dich denn mein Wohnwagen an?“, wollte der auf-
gebrachte Hans-Jürgen lautstark von Dietmar wissen.
Dietmar hatte es sich nicht verkneifen können und erzählte der
Gruppe aus Brandenburg schon den zweiten Witz über
holländische Harleyfahrer mit Wohnanhängern.
„Passt auf … und dann sagte der Holländer zu dem Polizisten …
passt auf … jetzt kommt’s …!“Dietmar machte eine kleine
rhetorische Pause, blickte kurz zu Hans-Jürgen herüber und hielt
sich prustend die Hand vor den Mund.
„Was …?“, fauchte Hans-Jürgen und starrte Dietmar böse an.
Der drehte sich weg und prustete los. Die übrigen Zuhörer grinsten
abwartend und blickten Hans-Jürgen freundlich aber leicht be-
fremdet an.„Es geht nicht …“, keuchte Dietmar und entfernte sich
kichernd von seiner Zuhörerschaft. Hans-Jürgen versuchte schnell,
eine humorvolle Miene aufzusetzen.
Das gelang ihm aber nur ziemlich unvollkommen.
Immerhin grinsten ihn … die um ihre Pointe betrogenen Zuhörer …
immer noch fragend an.
„Und? Alles klar … Fußbodenheizung schon eingeschaltet … hat
das Ding eigentlich auch Satellitenfernsehen?“, wollte Rolf dann
wissen.
Hans-Jürgen drehte sich schweigend um und verschwand.
„Ich dachte nur … wegen Fußball am Samstag?“, rief ihm Rolf
noch hinterher. Das stimmte wahrscheinlich sogar. Rolf ist ein
äußerst toleranter Mensch. Der würde sich niemals über
Harleyfahrer lustig machen. Selbst dann nicht, wenn die am frühen
Morgen in schwarz-orangen Schlafanzügen aus ihrem Luxus-
wohnmobil klettern würden.
Damit war immerhin zu rechnen. Wundern würde es mich nicht.

Ich wunderte mich auch kein bisschen über die Sauerländer. Ohne
den Jungs nun irgendwelche unehrenhafte Absichten unterstellen
zu wollen … ihre Kommunikation mit einigen der anwesenden
Damen war doch ein wenig von sexistischen Tendenzen geprägt.
Wenn ich mal so sagen darf.
Am ersten Abend läuft das in der Regel allerdings noch ziemlich
gesittet ab. Da wird dann erstmal ein wenig auf den Busch ge-
klopft. Also jetzt nicht direkt auf den Busch … mehr so auf den
emotionalen Anteil … eigentlich noch mehr auf die Seite mit den
Beziehungskisten. Da wird dann einfach mal abgecheckt, wo
eventuell was gehen könnte. Rein buschmäßig …!
Angesichts des doch recht knappen Zeitraumes war diese Ver-
fahrensweise durchaus sinnvoll. Samstag war Stichtag … jetzt mal
nur rein zeitlich gesehen. Bis dahin musste man sein Schäfchen im
Trockenen haben.
So gesehen … klopfet und euch wird aufgetan … oder auch nicht.
Im Festsaal wurde bereits ordentlich geklopft.
Ich machte mich dann mal auf die Suche nach meinem schwarzen
Schaf. Barbara musste sich bereits an der Theke festklammern,
um nicht von einem besonders stürmischen Interessenten davon-
geschleppt zu werden. Zumindest hatte ich diesen Eindruck.
Klemens schien es ziemlich eilig zu haben.
Er wollte ihr wohl unbedingt irgendetwas zeigen. Was genau …
konnte ich nicht so schnell herausfinden. Es schien jedenfalls
nichts zu sein … was Barbara nun unbedingt sehen wollte.

Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass Klemens tatsächlich im
Besitz eines, sagen wir mal Gegenstandes war, mit dem er Barbara
sonderlich hätte beeindrucken können. Sie sah das wohl ähnlich.
Neben ihr richtet sich eine hagere Blonde mit kurzem Haar zu ihrer
vollen Größe auf.
„Ist doch gut jetzt. Komm … geh mal an die frische Luft!“, raunzte
sie den übereifrigen Klemens an und legte ihm die Hand auf den
ausgestreckten Arm. Klemens ist eigentlich keiner von diesen
distanzlosen Typen. Deshalb wunderte ich mich auch ein wenig
über seinen Stil. So kannte ich ihn nicht.
Er ließ dann aber sein Opfer los und schwankte ein wenig un-
beholfen auf eine andere alleinstehende weibliche Person zu.
In einem angemessenen Abstand postierte ich mich dann neben
den beiden Damen. Die Blonde sah mich abweisend an.
Ich lächelte charmant zurück.
„Falls du auch die Absicht haben solltest, einer von uns etwas
ganz Großes zeigen zu wollen …!?“, warnte sie mich drohend.
„Ooch, eigentlich hatte ich das nicht vor, aber wenn du mich nett
bittest … denke ich mal darüber nach“, antwortet ich ihr.
„Das kommt nur von diesem Höllenzeug“, meinte Barbara dann.
„Der Heinz verteilt das da draußen ziemlich freigiebig.“
Ich hob die Hände und machte ein unschuldiges Gesicht.
Dietmar näherte sich und strahlte die Blonde an. Ich wich sicher-
heitshalber ein paar Schritte zu Seite. Zu Barbaras Seite natürlich.
„Hier verstecken sich die schönen Frauen!“, tönte er. Ich ver-
krampfte innerlich. Das konnte er wirklich besser. Wahrscheinlich
hatte er auch schon von dem Rumpelstilz genascht. Das Zeug
enthielt wahrscheinlich auch psychedelisch wirkende Kräuter-
extrakte. Alkohol alleine … kann Dietmar nicht so schnell aus dem
Tritt bringen.
Die Blonde verzog keine Miene. Dietmar legte nach.
Sein Repertoire reicht eigentlich aus um alle mir bekannten Unter-
arten der weiblichen Spezies, zumindest vorübergehend, auf Emp-
fang zu polen. In diesem speziellen Fall funktionierte es nicht.
O.k, Dietmar war nicht mehr ganz in Höchstform. Aber trotzdem,
selbst im Standgas war er immer noch besser als die meisten
seiner Artgenossen unter Volllast.
Die Blonde funkelte ihn böse an.
„Du hast wohl auch ein Problem mit Frauen?“, zischte sie und sah
ihm dabei tief in die Augen. Dietmar verlor ein wenig den Faden.
Das hat man auch nicht oft. Ich bekam fast Mitleid.
„Glaube ich nicht. Ihm geht es da eigentlich mehr wie mir. Wir
haben keine Probleme mit Frauen. Die Frauen haben eher
Probleme mit uns“, entfuhr es mir.
Zugegeben, das war jetzt nun keine überragende rhetorische
Glanzleistung, aber es reichte aus, um die Aufmerksamkeit des
Eisbergs wieder auf mich zu lenken. Dietmar sah mich dankbar an.
„Wenn ich dir auch sonst nichts glaube, das glaube ich sofort“,
antwortete sie.
„Uaahh…ist mir kalt.“ Ich schüttelte mich.“ Komm wir holen uns
noch ein Bier, Dietmar.“ Ohne zu zögern, folgte er mir nach
draußen. „Wo ist denn Rolf abgeblieben?“, wollte ich von ihm
wissen. Er zuckte mit den Achseln. Melanie war auch nirgendwo
zu entdecken. Aber man muss ja nicht immer direkt vom
Schlimmsten ausgehen. Obwohl, die Sache mit dem Zeitfenster,
war hier natürlich ein besonders heikler Punkt. Wenn er Hilfe
brauchen würde, dann würde er sich schon melden. So gut kannte
ich ihn dann doch.

Ich schätze mal, dass es so ungefähr 40 Leute waren, die sich hier
so tummelten. Die Gruppe aus Brandenburg, die Nordlichter, die
Sauerländer, wir Leverkusener, ein paar Einzelkämpfer und natür-
lich die Brockenfelder. Wie wir von Hiltrud erfahren hatten, sollten
am nächsten Tag auch noch ein paar Nachzügler eintreffen.
Die geplante erste Ausfahrt sollte dann so am späten Vormittag
starten. Bis auf Hans-Jürgen schien das auch keinen der An-
wesenden irgendwie zu stören. Später Vormittag war ihm
allerdings nicht exakt genug. Einen Zeitplan ohne genaue Zeiten
wollte er nicht akzeptieren.
„Was heißt denn später Vormittag. 10 Uhr … 11 Uhr … wann denn
nun?“ insistierte er.
„Auf los … geht’s los“, lallte Axel. Er war es nämlich, der gerade
von Hans-Jürgen verhört wurde. Immerhin war er einer der
Organisatoren. Was natürlich schon in gewisser Weise ein be-
zeichnendes Licht auf die ganze Sache warf.
Also, nichts gegen Axel. Der kann sicher ganz prima Traktoren
reparieren. Auch wenn es um das Trinken größerer Mengen
Flaschenbier geht. Da lag er bisher immer ganz vorne.
Aber rein organisatorisch … da hatte er sich bisher nicht durch
besonders eindrucksvolle Taten profilieren können. Ich fand das
auch nicht weiter schlimm. Hans-Jürgen schon.
„Weißt du was ich denke..?“, fragte er mich.
„Jauh, und ich schätze du liegst damit gar nicht so falsch. Aber
was soll’s. Wir sind doch zum Spaß hier. Dann werden wir eben
improvisieren. Ist doch egal!“
Das war meine Meinung zu diesem Thema.
Hans-Jürgen ließ sich kopfschüttelnd wieder auf seinen Plastik-
stuhl fallen. Das war nicht seine Welt.
Vera und das Zahnarztpaar hatten sich inzwischen umgezogen.
Sie trugen die typische Freizeitkleidung der Harleyfans. Alles, was
die Abteilung „Bekleidung für Geschmacksverirrte“ beim
heimischen Harleydealer, so im Programm hatte.
Sie kam herüber und setzte Hans-Jürgen eine Schirmmütze auf.
So eine Schirmmütze wie sie außer Harleyfans nur noch die Hard-
coreschwulen tragen. Mit einer kleinen Kette über dem Schirm. Er
legte dann auch seine bestiefelten Füße auf einen anderen
Plastikstuhl. Das war scheinbar seine Welt.
Da kann man nichts machen. Die Geschmäcker sind eben ver-
schieden. „Holst du mir mal ein Bier, du stehst gerade da!“, fragte
er mich auffordernd. Ich nickte ergeben und verdrückte mich. Nun
stand ich nicht mehr da. Er hockte dann allerdings da und wartete.
Keine Ahnung, wie lange … aber es wird sich wohl noch etwas
hingezogen haben.
Charly und der Heinz unterhielten sich über Gott und die Welt.
Nun vielleicht nicht direkt von einer theologischen Warte aus …
aber immerhin ernsthaft und gesittet. Unterhaltung konnte man das
eigentlich auch nicht nennen. Aber sie bemühten sich scheinbar
wechselseitig, die Lautäußerungen des Gegenübers sinnhaft zu
interpretieren. Die Beiden hatten sich einen eigenen Bierkasten
gesichert und waren deshalb auch nicht mehr gezwungen, am
übrigen sozialen Leben teilzunehmen. Was dann aber auch sehr
wahrscheinlich die laufende Kommunikation der anderen Teil-
nehmer nicht unbedingt nachteilig beeinflusst hat.
Unsere Leverkusener Mädels hatten sich gemeinsam mit einigen
Weißweinflaschen um einen Tisch im Festsaal versammelt. Ich
nenne diese Räumlichkeit jetzt einfach mal Festsaal. Das war
immerhin die offizielle Bezeichnung, und man muss ja auch nicht
immer sofort alles infrage stellen.
Melanie war allerdings nicht dabei. Rolf konnte ich auch nirgendwo
entdecken. Auch Dietmar war verschwunden.
Werner und Tatjana verabschiedeten sich gerade kurz von den
anderen Kollegen und waren wohl müde. Es fehlten inzwischen
doch schon einige der Teilnehmer. Man muss es ja auch nicht
direkt übertreiben. Morgen ist auch noch ein Tag und der Samstag
droht dann immerhin auch noch.
Wo zum Teufel war nur Jerome abgeblieben? Den hatte ich schon
seit mindestens zwei Stunden nicht mehr gesehen.
Egal, irgendwo wird der schon sein. Der wird sich sicherlich nicht in
Luft aufgelöst haben.
Einige Flaschen hatte ich auch schon intus. Da es so aussah, als
ob nichts Wesentliches mehr passieren würde, beschloss ich dann
auch den Heuboden aufzusuchen. Dort traf ich aber zu meiner
Überraschung nicht auf Jerome, sondern auf Melanie.
Die hatte sich eine Decke organisiert und eine der Matratzen darin
verpackt. Meine lag fast direkt daneben. Die traurige Funzel ver-
breitet immer noch zu wenig Licht. Eindeutig zu wenig um eine
Herztransplantation vorzunehmen. Aber immerhin doch so viel, um
leichte Herzrhythmusstörungen hervorzurufen.
Melanie hatte offensichtlich gerade geduscht.
Unten, am Treppenaufgang war wohl die Dusche. Sie hatte sich
ein Handtuch umgeschlungen und trug Badelatschen.
Badelatschen und ein Handtuch. Sonst nichts.
Das Handtuch war jetzt nicht unbedingt ein besonders großes
Exemplar. Man konnte sich immerhin aber aussuchen, ob es die
obere oder die untere Körperhälfte bedecken sollte. Melanie hatte
sich für die obere Hälfte entschieden.
„Die Dusche funktioniert. Schön warm“, teilte sie mir mit und be-
gann dann auch sofort damit, sich die Haare trocken zu rubbeln.
Dazu verwendete sie natürlich das Handtuch. Sie drehte sich um
und suchte in ihrer Tasche nach frischer Wäsche. Ich setzte mich
vorsichtig auf meine Matratze und verhielt mich unauffällig. Man
schweigt ja auch, wenn der Pastor den Kelch hebt, während der
sonntäglichen Messfeier. Jedenfalls habe ich das immer so ge-
macht, früher bevor mich dann die Pubertät zurück auf den mög-
licherweise falschen Weg geführt hat.
So falsch konnte dieser Weg allerdings doch nicht sein, denn die
Ergriffenheit, die mich dort auf diesem Heuboden umfing, war ganz
eindeutig wesentlich ergreifender als die, die mich damals während
der liturgischen Bewegungen des Pastors erfasste.
Ich will nun keine weitere Häresie betreiben … aber der Spruch
vom Fleische … der mir nun urplötzlich wieder in den Sinn kam,
der bekam hier eine völlig andere aber trotzdem sehr intensive
Bedeutung.
Es ist ja keinesfalls so, dass eine solide katholische Grundaus-
bildung die profane Fleischeslust völlig auslöscht.
Für das genaue Gegenteil gibt es mehr als genug Zeugen.
Vielleicht war es aber auch nicht nur die katholische Erziehung,
sondern das dämmrige Licht, vielleicht auch das Bier … aber wie
auch immer, sie hatte mit Sicherheit den prachtvollsten Arsch …
den ich bis dahin zu Gesicht bekommen hatte. Und das kann man
durchaus wörtlich nehmen.
Sie bückte sich nämlich unmittelbar neben mir. Reflexartig hob ich
die Hände und …!
Wenn jemand in diesem Moment ein Foto von mir geschossen
hätte … diese nahezu religiöse Verzückung … tief in die Gesichts-
züge eingemeißelt … dazu die erhobenen Hände mit den ge-
spreizten Fingern. Dieses Bild dann als Lithografie … im direkten
Vergleich dazu, würden die „Betenden Hände“ von Albrecht Dürer
regelrecht ausdruckslos wirken.
Natürlich hatte sie eine besonders ungezwungene Einstellung zur
natürlichen Nacktheit. Das ist ja auch … vielleicht nicht direkt
normal … aber trotzdem!
So geht es ja nun auch nicht.
Ich hatte schon die Schlagzeile der Wochenendausgabe des
„Brockenfelder Landboten“ vor Augen.
„Junge Wochenendurlauberin von brutalem Triebtäter auf Heu-
boden überwältigt“ … oder so ähnlich. Es hat jedenfalls nicht viel
gefehlt.
Ich erschlaffte. Teilweise wenigstens … und streckte mich auf
meiner Matratze aus. Melanie hatte sich inzwischen ihre Unter-
wäsche angezogen. Nach einem kurzen Seitenblick musste ich
allerdings feststellen, dass speziell diese Unterwäsche keinesfalls
dazu geeignet war, mich auf andere als die bisherigen Gedanken
zu bringen. So ein schwarzer Stringtanga macht es sogar eher
schlimmer. Aber das scheint ja auch der eigentliche Zweck dieser
Kleidungsstücke zu sein.
„Ich bin richtig fett geworden“, schwatzte sie drauflos,“ich muss
unbedingt abnehmen.“
„Bffhhh…“, erwiderte ich nur.

„Der Roland … also mein Fotograf … der hat auch gesagt, dass
ich ordentlich zugelegt habe“, schwatzte sie weiter.
„Geht aber … so schlecht sieht das gar nicht … ich meine …
eigentlich finde ich … ähhmm … also …?!“
„Du bist ja auch schon älter, da achtet man auch nicht mehr so
genau darauf“, kicherte sie plötzlich verhalten, weil sie wohl gleich-
zeitig ihren kleinen Fauxpas bemerkte hatte.
Hoffe ich jedenfalls.
Ich überlegte tatsächlich eine Sekunde lang, ob ich ihr einmal kurz
zeigen sollte, worauf ich ganz besonders achte.
In meinem Alter.
Ich schloss kurz die Augen und stellte mir die Szene vor.
Das machte es aber auch nicht besser.
Inzwischen hatte sie sich lange Funktionsunterwäsche über-
gezogen. Aber selbst darin zeichnete sich ihr…
Ich hör jetzt auf. Es war jedenfalls furchtbar.
Ich zog meine Jacke und meine Hose aus und packte mich in den
Schlafsack. Sie plapperte noch ein wenig herum und schwieg dann
aber doch endlich. Hoffentlich kommt Markus morgen. Aber nach
dem, was ich eben gesehen hatte, hegte ich daran nicht die
geringsten Zweifel.

3 Kommentare zu „Maitour (Kapitel 12)“

  • Jens:

    Endlich wird’s interessant. ;-)

  • kuhjote:

    Sag nur … doch hoffentlich nicht wegen dieser Entgleisung?
    Ich meine … ihr wollt doch hoffentlich nicht noch mehr, von diesem oberflächlichen und sexistischen Kram. Oder war vielleicht der kleine Ausflug in die katholische Vergangenheit so spannend … da könnte ich dann allerdigs … aber das läuft dann wahrscheinlich in die gleiche Richtung … ich denke, lieber was mit Tieren oder Mopeds.

  • Dieter:

    Nee Kujote, nix mit Tieren – so’n Schweinkram mögen wir nicht.
    Bleib mal lieber bei den Mädels … :-)

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