Als Theo am Timmelsjoch den Teufel totfuhr

Er schrie immer noch. Sein Geplärre, war durch den gesamten Raum zu hören. Theo sah mich mit
ausdruckslosem Gesicht an und löffelte ungerührt seine Suppe weiter. Sabine und Manfred schienen
ein wenig peinlich berührt, schwiegen aber.
Es war der Tourguide, der sich hier so echauffierte.
„Was regt der sich denn so auf?“, wollte ich wissen.
Theo hob verständnislos die Schultern und löffelte weiter.
„Naja …“, murmelte Sabine und blickte kurz zu Theo rüber. Der war inzwischen mit seiner Suppe
fertig und legte den Löffel zur Seite.
„Ich sag euch mal was“, verkündete er wichtig.
„Was?“, echote Manfred.
„Das war kein Ziegenbock“, erklärte Theo und lehnte sich zurück. Sabine und Manfred starrten ihn
erstaunt an. Ich räusperte mich kurz, beschloss dann aber zu schweigen.
Wir wurden durch das Erscheinen der Harleytruppe abgelenkt. Drei Mann -und so etwas ähnliches
wie eine Frau- durchquerten eilig den Raum. Die Typen sahen aus, als ob sich die Jungs von ZZ-Top
als Zombies verkleidet hätten. ES, was aber höchstwahrscheinlich eine SIE sein musste, hatte die
Haare schön. So schön eben, wie man es mit einer Mischung aus altem Motorenöl und Domestos so
hinbekommt. Wir hatten am Vortag schon ausreichend Gelegenheit gehabt, uns an das
Erscheinungsbild dieser Truppe zu gewöhnen. Harleyschabracke, eine eindeutige, wenn auch etwas
chauvinistisch klingende Typenbezeichnung, wurde sofort zum sprachlichen Allgemeingut.
Manni tauchte an der Tür zum Speisesaal auf und fuchtelte herum. Inzwischen hatte er sich ein
wenig beruhigt. Er setzte sein wichtiges Tourguidegesicht auf, und bemühte sich angestrengt
Hochdeutsch zu sprechen.
„Ich hab’s euch extra noch gesagt: Passt auf die Viecher auf! Aber nein, da hämmern die wie zwei
Gestörte um die Ecken und fahren fast die armen Viecher über den Haufen. Ihr könnt froh sein, dass
da keine Kühe standen.“
„Ich hab’s euch auch schon mal gesagt: Euch wird noch der Teufel holen!“, murmelte Silke
mahnend, während sie routiniert und schnell die Suppenteller abräumte.
„Bist du abergläubisch?“, wollte Theo leise von mir wissen. Ich schüttelte ganz langsam den Kopf.
Abergläubisch bin ich wirklich nicht, aber ich glaube, was ich mit meinen eigenen Augen sehe.
„Ich hab‘ ihn voll mit dem linken Sturzbügel erwischt“, erklärte Theo und fasste sich ans linke
Schienbein. Es war aber wohl mehr ein Reflex.
„Ich hab‘ ihn nur fliegen sehen. Der ist direkt vor einen Baum und dann den Abgrund runter. Der ist
garantiert hin“, flüsterte ich. Theo nickte und griff zu seinem Bierglas.
„Ich hab‘ echt gedacht, der ist schwerer. War aber trotzdem ein ordentlicher Schlag. Ich hätte mich
fast aufs Maul gelegt“, murmelte er nachdenklich.
Wir beobachteten unauffällig den tätowierten Harley-Fuzzy und seinen Zwerg. Der Harley-Fuzzy
hatte sich einen Tirolerhut über die schmierige Mähne gestülpt. Sein Zwerg trug einen Endurohelm.
Mit schlenkernden Armen watschelte er hinter dem Harley-Fuzzy her. So wie es aussah, folgten sie
der Vorhut auf die Terrasse.
„Mal ehrlich, das glaubt uns doch kein Mensch“, behauptete ich. Theo nickte nachdenklich.
Wir beobachteten durch das Fenster zur Terrasse, wie dort der Zwerg auf die Harleyschabracke
kletterte.
„Das ist mit Abstand die hässlichste Harleyschabracke, die ich in meinem ganzen Leben gesehen
habe. Die ganze Truppe sieht aus, als ob sie bei einer Freakshow weggelaufen wäre. Wenn die sich
in einer Fußgängerzone hinstellen, werfen denen die Leute Geld in den Helm“, lästerte Franky.
„Ach was, die werden von der Feuerwehr mit Netzen eingefangen. Dann ab ins Tierheim und Ruhe
ist“, korrigierte ihn Manfred.
„Habt ihr den Harley-Fuzzy und seinen Zwerg gesehen?“, wollte Harald wissen. Er hatte sich einen
Salatteller gebastelt und setzte sich neben uns.
„Kleinwüchsiger, das heißt Kleinwüchsiger. Zwerg sagt man nicht“, erklärte Sabine und drehte
unauffällig den Kopf, um durch das Fenster den Zwerg zu beobachten.
„Iiihhh …“ stöhnte sie dann und drehte schnell den Kopf wieder weg. Neugierig erhoben wir uns, um
auf die Terrasse zu schauen.
„Von wegen kleinwüchsig“, grinste Theo.
Der Zwerg hatte sich auf den Tisch gestellt und dem Harley-Fuzzy den Tirolerhut geklaut. Den hatte
er sich dann ganz offensichtlich über seinen ausgefahrenen Zwergenschniepel gestülpt.
„Das ist ja eklig“, stöhnte Sabine und schüttelte sich.
„Wenn du mal was richtig Ekliges sehen willst, dann musst du dir das da ansehen“, nuschelte Harald
mit vollem Mund. Er deutete mit seiner Gabel zum Fenster. Einige erhoben sich erneut, um eine
bessere Sicht zu haben. Während der gesamte Tisch nun mit aufgerissenen Augen die
Harleyschabracke und den Zwerg beobachteten, schubste ich Theo an.
„So ganz genau hab‘ ich das vorhin auch nicht erkannt, aber das Viech hat wirklich ausgesehen …?!“
„Na und, ist doch scheißegal. Selbst schuld. Was stellt der sich auch mitten in die Kurve“, zischte
Theo abwesend und starrte fasziniert durch das Terrassenfenster. Die Harleyschabracke trug nun
den Tirolerhut und hatte den Zwerg fast verschluckt.
„Die kommen jedes Jahr. Die sind eigentlich ganz in Ordnung“, erklärte Silke während sie die
Vorspeisenteller verteilte. Sie blickte nur kurz durchs Fenster und grinste abgeklärt. Dann tippte sie
Theo auf die Schulter und flüsterte ernsthaft und überzeugt: “Wenns du nicht langsamer fährst,
dann wir dich echt noch der Teufel holen.“
Theo schüttelte gelassen den Kopf und griff zu seiner Vorspeisengabel.
„Glaub‘ ich auch nicht“, murmelte ich kauend.

Maitour (Kapitel 27)

Hans-Jürgen war mittlerweile zur Höchstform aufgelaufen. Äußerst
selbstsicher und dominant; wie es eben so seine Art war, hatte er
das Heft des Handelns an sich gerissen. Das in dieser Situation
etwas zögerliche Verhalten unseres Gastgeberpaares, deutete er
wohl instinktsicher als Führungsschwäche.
Mit lauter Stimme und eindeutigen Gesten sortierte er die noch
verbliebenen Teilnehmer.
„Was ist denn mit euch?“, fragte er Charly und mich.
Charly sah mich kurz an und suchte danach sofort den Blick-
kontakt mit Dietmar. Der starrte fast angeekelt auf die Gruppe, die
sich inzwischen unter dem Kommando von Hans-Jürgen abfahr-
bereit machte. Es war ein bunt gemischter Haufen. Die Nordlichter
fuhren die unterschiedlichsten Modelle. Ausschließlich Japaner.
Dann waren da noch die Harleys, Jerome, Frank mit seiner
Wanderbaustelle und natürlich unser Luftwaffen-Werner mitsamt
seiner Christine. Diesen Beitrag weiterlesen »

Maitour (Kapitel 26)

Hiltrud setzte sich zu uns. Rein organisatorisch fehlte uns nun
auch noch ein Guide. Chris war beleidigt abgezogen und würde
wohl auch nicht wiederkommen.
Axel hingegen, war auf dem Weg in gefährliches Gebiet.
Wenn ich sie richtig verstanden hatte, auch noch ohne gültigen
TÜV-Aufkleber. Der war schon etwas länger überfällig.
Ein Jahr etwa.
Nicht ganz ohne Grund, wie sie erklärte. Frank nickte verständnis-
voll. Wenn sich einer mit diesen quengeligen TÜV-Typen aus-
kannte, dann ja wohl Frank.
„Was ist denn eigentlich mit seinem Führerschein?“, wollte Hans-
Jürgen wissen. Der hatte wohl etwas aufgeschnappt. Hiltrud winkte
entnervt ab.
„Im Sommer…!“, seufzte sie.
Wie … im Sommer? Gibt er ihn dann ab, oder bekommt er ihn
dann wieder zurück?“, bohrte Hans-Jürgen weiter.
Keine Antwort … ist auch eine Antwort.
„Vielleicht sollten wir ihnen ein Stück entgegenfahren“, schlug
Klemens vor.
„Am besten nur Leute mit TÜV und Führerschein“, ergänzte Rolf.
„Sicherheitshalber vielleicht auch nur die, die alle Teile eingetragen
haben“, murmelte der Zahnarzt und dachte dabei wahrscheinlich
an sein komisches Hinterrad. Diesen Beitrag weiterlesen »

Alle Jahre wieder: der Mai ist gekommen

Und wie jedes Jahr um diese Zeit klingelt das Telefon wie verrückt. Zahllose Frauen rufen an, wahrscheinlich die Hormone … oder was weiß ich. Natürlich wie immer, auch der Sachbearbeiter der Sparkasse, das Finanzamt, Hollywood … das übliche eben. Aber, es melden sich auch Leute, die sich sonst ziemlich rar machen. Die Jungs von der Maitour! Sie leben noch! In der Tat, sie leben noch. Was aber viel schlimmer ist: Sie lesen auch. Auch wenn ich raffiniert und geschickt ihre Namen ausgetauscht habe, sie haben sich wiedererkannt.
Zumindest hegen sie da gewisse Vermutungen.
Vielleicht liegt es an einer verschwommenen Selbstwahrnehmung, vielleicht aber auch an einer völlig überzogenen Fehlinterpretation…sie erwarten mich jedenfalls. Wie es klang, mit einer mir bisher völlig unbekannten Wiedersehensfreude.
Da macht man sich doch schon … so seine Gedanken.
Habe ich vielleicht doch ein wenig dick aufgetragen? Stimmen Fremd- und Selbstbild in einigen Fällen nicht überein? Verursacht dieses “Teeren und Federn“ starke Schmerzen?
Derartige Fragen beschäftigen mich zur Zeit sehr. Nachts wache ich gelegentlich schweißgebadet auf. Die dann schnell verblassenden Traumbilder könnten auch aus einem dieser Splattermovies stammen. Aus, die“Rückkehr der reitenden Leichen“ zum Beispiel, nur, dass die Leichen hier nicht reiten sondern auf Motorrädern fahren. Oder aus “Zombie – der Film“, wobei allerdings einige der Zombies durchaus bekannte Gesichtszüge aufweisen. Ich habe das Gefühl, dass mir mein Unterbewusstsein hier verschlüsselte Botschaften sendet.
Eigentlich hatte ich vor, die Jungs an der Fortsetzung der Geschichte teilhaben zu lassen. Also, deren ganz persönliche Sicht der Dinge zu erfragen. Ich bin mir mittlerweile aber nicht mehr ganz sicher, ob das dann auch wirklich weiterhin authentisch rüberkommt.
Naja, ich fahre einfach mal hin. Dann werde ich schon sehen … was sie davon halten.
Komischerweise treffen wir uns in diesem Jahr irgendwo in der Eifel. In einer abgelegenen und selbst für die Eifel, ausgesprochen menschenleeren Gegend. Weit ab, von jeder Ansiedlung. Was ebenfalls völlig unüblich ist: Wir treffen uns erst dort unten. Angeblich soll es in diesem Jahr eine besondere Überraschung geben. Da bin ich aber mal gespannt. Eine Woche noch….

Motorrad-Foren gibt es viele…

…und nun gibt es noch ein Forum mehr.
Unter forum.macdubh.de kann man das finden. Es ist praktisch ganz neu, und bisher noch nicht von den üblichen Stammtischlern und Dauercampern geprägt worden. Offen für alle Marken und Typen. Sowohl was die Technik, als auch was die Psyche angeht.
Den selbstlosen Betreiber kenne ich persönlich. Ein Typ, mit dem man gerne unterwegs ist. Wenn man denn ein Freund der zügigeren Gangart sein sollte.
Ich gehe mal davon aus, dass sich dort ein lockerer und unkonventioneller Umgangston einbürgern wird. Ich werde mich jedenfalls bemühen, meinen Beitrag zu leisten. Tja, was dann nur noch fehlt … sind Mitglieder. MitgliederInnen sind selbstredend auch willkommen. Also dann…hinrennen, anmelden, mitmachen. Auf der Homepage des Betreibers kann man auch noch einige interessante Links und Beiträge finden. Im Gegensatz zu mir, ist das nämlich auch noch ein ausgemachter Fotofreund und ein wahrer Experte für allen möglichen Internetkram.
Ich kann das nicht … aber ich finde es gut.

Ansichtssache

Die Anfahrt bei Wunderlich ist gelaufen. Es war eine wirklich gut besuchte Veranstaltung. Waren es Hunderte? Waren es Tausende? Ich habe sie nicht gezählt. Die Wahrheit wird wohl; wie man ja immer behauptet, irgendwo dazwischen liegen.
Die Wahrheit liegt also irgendwo dazwischen?
Das habe ich noch nie geglaubt. Jeder hat seine eigene Wahrheit. Aber keine Angst, das wird kein philosophischer Laienvortrag. Es geht mir lediglich darum, einen halbwegs geistvollen Übergang zu konstruieren.
Was soll nun der Quatsch mit der Wahrheit?
Ganz einfach, ich hatte die Möglichkeit mit einigen Leuten über meine Texte zu sprechen. So gesehen, war das Feedback äußerst positiv. Alle, die „Eine Woche im Bikerhotel“ gelesen hatten, fanden es gut.
Die meisten Besucher waren allerdings nicht sonderlich an Büchern interessiert. Wen wundert’s.
Was kann man nun daraus lernen? Nichts…!
Diejenigen, die sich für Bücher interessieren, haben alle einen ganz persönlichen Geschmack. Da helfen auch keine Rezensionen. Letztlich liegt die Deutungshoheit immer beim jeweiligen Leser
Man muss sich auf eine Lektüre einlassen, versu-chen im Strom des Textes mitzuschwimmen, und dabei dann ganz alleine und subjektiv eine Entscheidung treffen. So habe ich es jedenfalls immer gehalten. Zwangsläufig wird man bei einer solchen Vorgehensweise … eine Menge Frösche küssen müssen.
Man kann sich aber auch an der aktuellen Spiegel-bestsellerliste orientieren. Da werden eine Menge Frösche mit einer Schokoladenglasur überzogen.
Guten Appetit…!
Ach ja … hätte ich fast vergessen. Ich habe mich dann doch noch einem vermutlichen Frosch mit spitzem Mund und halb geschlossenen Augen ge-nähert. Dem Motorradkrimi „Tödliche Schräglage“ von Frank Marx vom Highlights-Verlag.
Was soll ich sagen? Wirklich nicht schlecht. Bisher hatte ich für klassische Krimis nicht viel übrig. Aber der Junge hat es wirklich drauf. Eine andere Baustelle zwar, aber trotzdem … für Motorradfahrer echt lesenswert. Was allerdings den klassischen Krimifan ohne jegliche Affinität zu Motorrädern angeht? Keine Ahnung? Denn wie bereits erwähnt … nicht meine Baustelle.
Das soll nun auch keine Rezension sein, sondern nur meinen ganz persönlichen Eindruck wiederge-ben. Ich habe auch schon andere Produkte dieses Verlages angelesen. Nun ja, alles Geschmacksache.
Aber dieses Buch…? Respekt, Frank Marx!
Ich schreibe das auch nur deshalb, weil ich mit dem Gedanken spiele, in Zukunft auch mal eventuell so etwas ähnliches wie einen Krimi zu verfassen.
In einem völlig anderen Stil natürlich … aber das liegt mit Sicherheit daran, dass ich es einfach nicht anders kann. Warum ich dann trotzdem so etwas ähnliches wie einen Krimi schreiben will?
Nun,einfach so, weil ich es ausprobieren möchte.

Noch etwas, die Maitour wird natürlich noch ganz gelassen und in aller Ruhe zu einem vorläufigen Abschluss gebracht. Bisher habe ich die einzelnen Episoden immer zuerst in einem Motorradforum gepostet. In dieser Kneipe hat sich aber die Be-dienung und vor allen Dingen der Stammtisch … in eine Richtung entwickelt, die ich nicht mehr gemütlich finde. Die Musik und die Speisekarte hingegen, sind bis auf wenige Ausnahmen eigentlich ganz in Ordnung. Schade eigentlich, aber wenn man sich irgendwo plötzlich unwohl fühlt, geht man besser nicht mehr hin.

Anfahrt bei Wunderlich 24./25.April 2010

Wie ich gerade festgestellt habe, bin ich am Sonntag, den 25. April bei Wunderlich in Sinzig. Da bin ich eigentlich ganz gerne. Nette Leute, interessante Motorräder und jede Menge Zubehör für BMWs. Die Jungs von Wunderlich waren/sind so nett und vertreiben auch mein derzeit einziges gedrucktes Buch. Das finde ich gut. Also, das Buch natürlich auch, aber dass sie es vertreiben … meine ich. Als Einzelkämpfer auf dem Buchmarkt hat man es nämlich nicht leicht. Ohne eine derartige Unterstützung erst recht nicht. Ich muss keinerlei Werbung machen und fahre auch nicht mit Wunderlich-Aufklebern durch die Gegend. Die Firma kennt ohnehin jeder BMW-Fahrer. Vielleicht ist es auch besser, wenn ich keine Werbung für die mache. Das könnte eher kontraproduktiv wirken. Vielleicht konnte ich hiermit wenigstens ein bisschen….Ach ja, signiert werden natürlich auch mitgebrachte Bücher. Es muss also niemand eins kaufen. Kann man aber auch, wenn man denn unbedingt möchte.


Wunderlich:
Programm / Wettbewerbe / Aussteller

Samstag, 24 April 2010 von 10-18 Uhr

  • Anfahrt Warm-Up mit Sonderverkäufen in unserem Shop, wir gewähren 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment!
    ( Achtung kein Programm / keine sonstigen Austeller )
  • Abends großes Lagerfeuer, Zeltmöglichkeiten vorhanden
    (wir bitten um Anmeldung vorab klick)

Sonntag, 25 April 2010 von 10-18 Uhr

  • Shop:
    • Sonderverkäufe mit 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment und Aktionen
  • Events

Maitour (Kapitel 25)

Unser Guide kramte nun auch sein Handy hervor und wählte völlig
entnervt verschiedene Nummern. Es hatte aber den Anschein, als
ob sich niemand mit ihm unterhalten wollte.
Klemens nahm mich unauffällig zur Seite.
„Hör mal, der Typ tickt doch auch nicht ganz richtig. Hast du dem
mal in die Pupillen gesehen?“
Eine interessante Frage. Aber wenn ich selbst noch etwas gerötete
Bindehäute habe, vermeide ich es tunlichst meinem Gegenüber in
die Augen zu sehen. Wie sieht das denn aus?
Ich muss zugeben, ich habe keine Ahnung von diesen zahlreichen
inzwischen auf dem Markt befindlichen illegalen Substanzen. In
dieser Beziehung bin ich ein Vertreter der Alten Schule. Falls ich
mir das Licht ausknipsen will … naja .. ausknipsen klingt vielleicht
ein bisschen hart. Also, wenn ich mal das Licht etwas dimmen will,
dann mache ich das nach alter Väter Sitte. Mit dem sicheren Ge-
fühl im dann meist benebelten Hinterkopf … das bundesweit
gültige Reinheitsgebot nicht missachtet zu haben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Maitour (Kapitel 24)

Bei den Sauerländern herrschte Uneinigkeit. Deren Leitwolf war
noch nicht ansprechbar. Und wie das dann gewöhnlich so ist,
wenn das Alphatier nicht in Form ist … dann drängeln sich die
Nachrücker vor.
Der Heinz bot wirklich einen jämmerlichen Anblick. Charly ver-
suchte, ihn zu einer verwertbaren Aussage zu bewegen. Auch er
entsprach noch nicht in Gänze den Maßstäben, die man ganz all-
gemein an einen autonomen Teilnehmer am öffentlichen Straßen-
verkehr anlegt. Aber das traf ganz grundsätzlich auf viele Teil-
nehmer dieser Maitour zu. Auch ohne, dass sie sich vorher noch
fahrlässig und vorsätzlich und unter Zuhilfenahme alkoholischer
Substanzen, vorübergehend selbst enthirnt hatten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Maitour (Kapitel 23)

Irgendwann in der Nacht, versuchte der Heinz dann auch seine
Matratze zu finden. Vergeblich … alle Matratzen, die er in die
engere Wahl zog, waren schon belegt. Die unvermeidlichen Dis-
kussionen mit den Kollegen verliefen dann auch weitgehend er-
gebnislos. Die Dialoge waren auch eher … schlicht. Im Wesent-
lichen bestanden sie aus wütenden Grunzlauten. Der Heinz taperte
planlos umher und zerrte an den schlafenden Kollegen herum.
So ähnlich muss es an den Höhlenfeuern unserer Urahnen zu-
gegangen sein. Diese Maitouren haben wirklich etwas Ur-
wüchsiges. Zurück zur Natur … in jeder Hinsicht.
Nach einer gefühlten Stunde … gab er dann endlich die Suche auf.
Er warf seinen geschundenen Organismus auf die nächstbeste
freie Matratze und schnarchte gnadenlos davon. Dummerweise
befand sich diese Liegestätte unmittelbar neben meiner.
Diesen Beitrag weiterlesen »